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The man behind ROBERTONE

Racing with style: Since 1986

Robert Heim

aka „Mister Robertone“

Ich selbst war Ende der 80er und Anfang der 90er Rennfahrer, eine Zeit, in der die „Moderne“ langsam Einzug in den Radsport hielt. Mein erstes eigenes Rad war ein gebrauchtes ALAN Record mit 1985er Super Record Ausstattung. Mit Riemchen-Pedalen und Schaltung ohne Index. Dann kamen die 8-Fach Schaltungen, STI und Ergopower. Carbon Räder wären echte Exoten und als Greg Lemond mit dem TVT Carbon fuhr war das eine kleine Sensation – auch wegen der bis heute legänderen Lackierung im Teamlook des Z-Vètement Teams. Die Traumräder waren aber immer noch Colnago Master, Eddy Merckx Super Corsa oder MX Leader, Francesco Moser Leader AX, Panasonic PR6000, Casatis, Tomassinis, Chesinis, Basso Lotos und nicht zuletzt Pinarellos oder Cinellis.

Die Laufräder liefen auf 32 oder 36 Speichen, oder 28, wenn Gewicht ein Thema war. Robert fuhr am liebsten Mavic Mach 2 CD Felgen mit Mavic Naben. Vorne Radial gespeicht. Campas Shamal waren die Revolution, aber finanziell außer Reichweite und als die ersten Lightweights vorbeirollten war man eher irritiert als direkt begeistert. Wirklich sensationell waren damals aber die FES Carbonfahrräder – die ihrer Zeit 20 Jahre voraus waren und die man auf der Bahn oder im Zeitfahren einsetzte.

Der Radsport erlebte einen echten Innovationsschub mit relevanten Verbesserungen. Denn klar war es besser am Lenker zu schalten als am Oberrohr  und ein paar Gänge mehr zu haben, klar war es besser mit Klick-Pedalen zu stürzen als mit Riemchen und auch ein Helm, der den Leder-Sturzring ablöste, war unbestritten sinnvoll, auch wenn man bei den ersten Modellen aufgrund ihrer schlechten Belüftung am Berg einen wirklich unangenehmen Hitzestau bekommen konnte. Sonnenbrillen waren relativ bescheiden bis die Oakleys der schlechten Sicht eine Ende machten und zusammen mit Briko auch optisch bis heute unübertroffene Highlights setzen. Auch der Triathlonlenker – der heute nicht mehr aus dem Sport wegzudenken ist – war ein Sprung nach vorne, nicht nur wegen Greg Lemonds 8 Sekunden Herzschlag Finale in der Tour 1989 gegen den „Professeur“ Laurent Fignon.

Heute sieht das anders aus. Inzwischen entsteht ein Wettlauf um immer neue Innovationen, die man in 90% der Fälle nicht mehr wirklich braucht, die aber die Marketing- und Verkaufsmaschinerie am Laufen halten. Zum Glück ist das im Rennradbereich nicht so schlimm wie im Mountainbiking, wo man theoretisch jedes Jahr sein schon wieder veraltetes Rad gegen ein neues austauschen kann. Ja, Radfahrer würden sich gerne jeden Tag ein neues Rad kaufen, aber hauptsächlich deshalb, weil sie Räder schlicht und einfach lieben und nicht genug davon bekommen können.

1500MisterRobertone_himself

Mit ROBERTONE will ich Eleganz & Ästhetik & Extravaganz wieder zu unumgänglichen Komponenten jeder Rennmaschine machen und ansonsten Räder auf die Straße bringen, die technisch hervorragend und trotzdem von Dauer sind. Daher ist Stahl als Material meine erste Wahl, auch weil ich noch heute auf meinem 25 Jahren alten Stahlrenner am allerliebsten fahre und ich genau weiß, dass ein Rennfahrer mit Druck auf den Pedalen, egal mit welchem Rad, 99% aller anderen mit High-Tech Rädern lockern stehen lässt. Und man darf nicht unterschätzen, welche Kräfte eine schöne Rennmaschine freisetzt.

Es war gar nicht mehr so leicht, Menschen zu finden, die neben der reinen Ingenieurskunst auch noch das Gespür für die Kunst des Fahrradbaus im Blut haben. Zum Glück gibt es noch Idealisten, die das Handwerk und die Kunstfertigkeit des Rahmenbaus und aller damit verbunden Extras, wie aufwändige Veredelung mit Chrom, Nasslack, Pantografien oder Gravuren am Leben halten oder wiederbeleben.

Mir ist es wichtig, dass ich mit Menschen zusammenarbeite, die die gleiche Leidenschaft für Fahrräder haben wie ich und die ein wenig Verrücktheit zu schätzen wissen. Wenn es nur um Rationalität ginge, dann würde es ROBERTONE nicht geben.

Radfahrer sind immer eine Gemeinschaft von Individualisten. Wer Rad fährt, der respektiert die, die es auch tun, egal mit welchen Extravaganzen. Aus diesem Grund agiere ich auch im Kundenkontakt sehr persönlich. Bei ROBERTONE wird kein Rad ohne persönliche Beratung ausgeliefert. Spezielle Wünsche bei Austattung und Lackierung werden erfüllt – und wer die Muse und das nötige Budget hat, dem plane ich ein Rad komplett exklusiv.

Den Namen ROBERTONE habe ich aus gutem Grund gewählt: ROBERTONE ist italienisch für „der große Robert“. Nun, ich bin Robert – und jetzt schon groß, und ich kann aus Überzeugung und Erfahrung berichten, nichts kann mehr begeistern als ein schönes Rennrad. Und weil Italien sich in Punkto Farbe, Form, Stil, Mode, Eleganz immer schon ein wenig mehr erlaubt, getraut, gewagt hat, war es für mich klar, meine Räder von Italien inspirieren zu lassen und ihnen auch einen italienischen Name zu geben.

Und das es anscheinend das Schicksal gut mit dem Namen meint. Das könnt ihr bald in meinem Blog lesen.

Saluti
ROBERTONE